In dieser gästefreien Folge diskutieren die Hosts Tim Platner, Geschäftsführer der Legal Data Technology GmbH, und Florian Skupin, Doktorand an der Universität Bayreuth und Geschäftsführer der RightsPilot UG, über die Legal-Tech-Geschäftsmodelle der Zukunft.

Die beiden gehen der Frage nach, wie sich das Verständnis von Rechtsdurchsetzung und die Erwartungen der Nutzer verändern werden – dabei geht es nicht nur um technische Aspekte, sondern auch um die grundsätzlichere Debatte, ob Recht zunehmend als Ware behandelt wird, und um mögliche soziale Kosten einer solchen Entwicklung. Als Diskussionsgrundlage dienen ihnen unter anderem Überlegungen von Daniel M. Katz sowie der Aufsatz “Recht als Kapital” von Martin Fries. Als Anekdote der Woche verweist Tim auf Katz’ Legal Technology Lecture Series und die ARD-Dokumentation “Das Afghanistan-Desaster”. Florian wiederum thematisiert Risiken und Nebenwirkungen neuer Legal-Tech-Geschäftsmodelle und ordnet dabei eine Entscheidung des OLG Frankfurt ein, wonach schon die Werbung eines Kreditinstituts für unzulässige Rechtsberatung eine Erstbegehungsgefahr für einen wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsanspruch begründen kann.