DEPLAW vs. Clio – warum deutsche Kanzleien eine deutsche Lösung wollen
Clio ist weltweit eine der bekanntesten Kanzleisoftware-Lösungen. In über 130 Ländern im Einsatz, stark finanziert, gut designt. Die Software macht vieles richtig: intuitive Oberfläche, breites Funktionsspektrum, eine gut ausgebaute API. In den USA und Kanada ist Clio Marktführer im Segment kleiner und mittelgroßer Kanzleien.
Für deutsche Kanzleien liegt das Problem aber nicht bei den Features – sondern bei allem, was drumherum fehlt. Kein beA, kein RVG, kein DATEV, kein deutscher Serverstandort, kein deutschsprachiger Support. Clio ist für Common-Law-Jurisdiktionen gebaut, nicht für den deutschen Rechtsraum.
DEPLAW ist das Gegenstück: eine Plattform, die von Grund auf für das deutsche Berufsrecht, die deutsche Justizinfrastruktur und die DSGVO entwickelt wurde – und gleichzeitig in puncto Automatisierung und KI-Integration auf Enterprise-Niveau arbeitet.
Der Elefant im Raum: Datenschutz und Serverstandort
Clio: Daten in den USA
Clios Infrastruktur läuft auf AWS – mit Serverstandort in den USA. Für deutsche Kanzleien bedeutet das eine Drittlandübermittlung gem. DSGVO Art. 44 ff. Das ist nicht automatisch rechtswidrig, aber es erzeugt einen permanenten Compliance-Aufwand und ein Restrisiko bei der Mandatskommunikation.
DEPLAW: Daten bleiben in Deutschland
DEPLAW hostet auf deutschen Telekom-Servern, georedundant, DSGVO-nativ, TÜV-Pentested. Daten verlassen die EU nicht. Für Kanzleien, die Berufsgeheimnisse (§ 203 StGB) und die BRAO ernst nehmen, ist das keine Fußnote, sondern Grundvoraussetzung.
Deutsche Anforderungen: vorhanden vs. nicht vorhanden
Dieser Vergleich ist schnell zusammengefasst:
- beA-Integration – DEPLAW: vollständig integriert inkl. Signaturkarten und Massensignaturen. Clio: nicht verfügbar.
- RVG/GKG-Abrechnung – DEPLAW: vollständig. Clio: nicht vorhanden.
- DATEV-Export – DEPLAW: direkt und konform. Clio: nur QuickBooks (USA) und Xero.
- BRAO/BORA-Konformität – DEPLAW: vollständig. Clio: ausgerichtet auf US/CA Bar Associations.
- Support auf Deutsch – DEPLAW: ja, direkter Herstellersupport. Clio: nur Englisch.
- Vertragsrecht – DEPLAW: deutsches Recht. Clio: US- bzw. kanadisches Recht.
Für eine Kanzlei, die in Deutschland zugelassen ist und mit deutschen Gerichten kommuniziert, sind das keine Nice-to-haves, sondern Pflichtfunktionen.
Wo DEPLAW über eine Clio-Alternative hinausgeht
DEPLAW deckt nicht nur die Lücken ab, die Clio im deutschen Markt hat. Die Plattform bietet Funktionen, die Clio auch in seinem Heimatmarkt nicht hat:
BPMN 2.0 Workflow-Editor
Visuelle Prozessmodellierung nach offenem ISO-Standard. Clio bietet vordefinierte Templates, aber keinen freien Prozesseditor. Für Kanzleien mit individuellen Abläufen – mehrstufige Freigabeketten, bedingte Schriftsatzläufe, Event-Trigger bei Dokumenteneingang oder Fristablauf – ist das ein entscheidender Unterschied.
KI-Agenten im Workflow
KI-Agenten sind bei DEPLAW direkt in BPMN-Prozesse eingebettet: Dokumentenklassifikation, Zusammenfassungen, Datenextraktion – als orchestrierte, auditierbare Workflow-Schritte. Clio bietet mit Manage AI einen englischsprachigen KI-Assistenten.
Zentraler Posteingang
beA, E-Mail, Fax, eBO in einem System – für beliebig viele Anwälte und Gesellschaften. Automatische Zuordnung zu Akten, Stapelverarbeitung für Massenbearbeitung.
Intelligente Textbausteine
Bedingungslogik in Textbausteinen – fallabhängige Absätze, automatische Kasus- und Geschlechtsanpassung, Referenz-Textbausteine für zentrale Wartung. Clio arbeitet mit einer Vorlagenbibliothek ohne Bedingungslogik.
Dynamische Formulare
Strukturierte Datenerfassung bei Mandatsaufnahme und Fallmeldung. Die erfassten Daten fließen direkt in Workflows und Textbausteine – keine Medienbrüche, keine doppelte Eingabe.
Integrierte Telefonie und Zahlungen
Native Telefonie direkt aus der Akte mit automatischer Protokollierung. Online-Zahlungen ohne Transaktionsgebühren inklusive. Clio bietet Telefonie nur über Drittanbieter, Zahlungen über Clio Payments mit 2,95 % + 0,20 USD pro Transaktion.
Was Clio gut macht
- Internationaler Einsatz – wer in mehreren Common-Law-Jurisdiktionen arbeitet, findet in Clio eine bewährte Lösung
- Intuitives Design – die Oberfläche ist durchdacht und einsteigerfreundlich
- Clio Grow – ein dediziertes CRM-Modul für die Mandantenakquise
- App-Ökosystem – über 250 Integrationen via Clio Marketplace
- E-Signatur – nativ integriert mit DocuSign-Anbindung
DEPLAW vs. Clio
Warum deutsche Kanzleien eine Legal-Tech-Lösung brauchen, die von Grund auf für den deutschen Rechtsraum entwickelt wurde.
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Kriterium
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Empfohlen für dt. Kanzleien
DEPLAW
Made in Germany
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Internationaler Anbieter
Clio
USA / Kanada
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|---|---|---|
| Herkunft & strategische Ausrichtung | ||
| Entwicklungsland | ✓ Deutschland Vollständig auf dt. Rechtsraum ausgelegt |
Kanada / USA Primärmarkt: Common Law (US, CA, UK, AU) |
| Zielmarkt | ✓ DACH / EU | 130+ Länder Kein dedizierter DE/EU-Fokus |
| Vertrags- & Supportsprache | ✓ Deutsch | Nur Englisch |
| Datenschutz & Compliance | ||
| DSGVO-Konformität | ✓ Native Von Grund auf für DSGVO entwickelt |
Eingeschränkt Compliance-Tools vorhanden; Primärmarkt USA |
| Serverstandort | ✓ Deutschland / EU Daten verlassen die EU nicht |
USA (AWS) Drittlandübermittlung gem. DSGVO Art. 44 ff. |
| beA-Integration | ✓ Vollständig Direktanbindung bes. elektronisches Anwaltspostfach |
Nicht verfügbar Keine Unterstützung für dt. Justizinfrastruktur |
| BRAO / BORA Konformität | ✓ Vollständig | Nicht relevant Ausgerichtet auf US/CA Bar Associations |
| DEPLAW-Kernfeatures für deutsche Kanzleien | ||
| BPMN Workflow-Editor | ✓ Integriert Visuelle Prozessmodellierung nach BPMN 2.0 – ohne IT-Kenntnisse |
Nicht verfügbar Nur vordefinierte Templates, kein freier Prozesseditor |
| Integrierte Telefonie | ✓ Nativ integriert Anrufe aus der Akte, auto. Protokollierung & Zeiterfassung |
Nicht nativ Nur über kostenpflichtige Drittanbieter-Integrationen |
| DATEV-Konformität | ✓ Vollständig Direkter DATEV-Export; konforme Buchungssätze & Rechnungsformate |
Nicht vorhanden Export nur für QuickBooks (USA) und Xero |
| Online-Akte (Mandantenportal) | ✓ Vollständige Aktenansicht Dokumente, Fristen & Kommunikation in Echtzeit |
Eingeschränkt Client Portal vorhanden, keine vollständige Aktenansicht |
| Kernfunktionen der Kanzleiverwaltung | ||
| Aktenverwaltung | ✓ Ja | ✓ Ja Matter Management (Clio Manage) |
| Zeiterfassung & Abrechnung | ✓ Ja | ✓ Ja In allen Plänen enthalten |
| Dokumentenmanagement | ✓ Ja | ✓ Ja Inkl. E-Signatur & Vorlagenbibliothek |
| Mandantenkommunikation | ✓ Ja | ✓ Ja Client Portal, E-Mail, SMS |
| Mandanten-CRM / Akquise | ✓ Ja | ✓ Ja Clio Grow – separates, kostenpflichtiges Modul |
| KI-Assistent | ✓ Deutsch & DE-Recht | ✓ Manage AI Englischsprachig ausgerichtet |
| Online-Zahlungen | ✓ Inklusive, ohne Zusatzkosten | Ja, kostenpflichtig Clio Payments: 2,95 % + 0,20 USD je Transaktion |
| Mobile App | ✓ iOS & Android | ✓ iOS & Android |
| API-Zugang | ✓ Ja | ✓ Ja |
| Support, Preise & Onboarding | ||
| Support-Sprache | ✓ Deutsch Direkter Ansprechpartner in Deutschland |
Nur Englisch |
| Vertragsrecht | ✓ Deutsches Recht | US / Kanadisches Recht |
| Einstiegspreis | Auf Anfrage | ab 49 USD / Nutzer / Monat Vollfunktional ab 89–149 USD/Nutzer/Monat |
| Datenmigration & Onboarding | ✓ Begleitet, auf Deutsch | Englischsprachig Nur in höheren Plänen mit Onboarding-Support |
Fazit: andere Liga, anderer Markt
Clio ist eine ausgezeichnete Kanzleisoftware – für den anglo-amerikanischen Rechtsraum. Für deutsche Kanzleien fehlen aber die tragenden Säulen: beA, RVG, DATEV, BRAO-Konformität, deutscher Serverstandort und deutschsprachiger Support.
DEPLAW bietet das alles nativ – und geht mit BPMN-Workflows, orchestrierten KI-Agenten, intelligentem Posteingang, Textbausteinlogik und dynamischen Formularen über das hinaus, was Clio auch in seinem Heimatmarkt bietet. Wer als deutsche Kanzlei Automatisierung auf Enterprise-Niveau sucht, ohne Kompromisse beim Berufsrecht zu machen, findet in DEPLAW die passende Plattform.
was möglich ist.